Nein zur Rente mit 67! Runter mit dem Rentenalter!
Ein Leben lang gearbeitet
Paul, 70, ein Leben lang als Schlosser gearbeitet. 831,- Euro gesetzliche Rente. Er hat zweifaches Glück. Er hat eine kleine Betriebsrente, sonst wäre überhaupt kein Auskommen mit dieser Durchschnittsrente für einen Arbeiter. Und er hat die statistische Lebenserwartung für einen Arbeiter schon um eineinhalb Jahre überlebt. Denn rein statistisch wäre er als Arbeiter bereits mit 68,5 Jahren verstorben, hätte insgesamt knapp 35.000 Euro Rente bezogen, allerdings während seines Berufslebens ungefähr 100.000 Euro eingezahlt.
Emma, 67, zwei Kinder aufgezogen, Teilzeit gearbeitet, Durchschnittsrentnerin mit 495 Euro im Monat. Wie soll sie da über die Runden kommen?
Karl, 69, 45 Jahre mit einem durchschnittlichen Einkommen gearbeitet. Ein so genannter Standardrentner. 1.175 Euro Rente brutto im Monat. Große Sprünge sind damit nicht zu machen.
Andreas, 30, in einer Softwarefirma beschäftigt, aber nur befristet. Vorher ein Jahr arbeitslos, dann bei einer Leiharbeitsfirma. Seine Aussicht auf die Rente? Unklar. 26 Jahre muss er in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, dann bekommt er eine Rente auf Sozialhilfeniveau. Er soll sich privat versichern. Aber wie bezahlen, bei dieser unsicheren Beschäftigung?
Nein zur Rente mit 67!
Runter mit dem Rentenalter!
Die Rente muss vor Armut schützen!
"Die Renten sind sicher" hörten wir jahrzehntelang - das ist vorbei. Jetzt wird ein düsteres Bild an die Wand gemalt, es heißt: die Rente ist nicht mehr bezahlbar!
Wenn Ihr nicht vorsorgt und spart und eine private Zusatzrente abschließt, dann erwartet Euch im Alter ein Leben in Armut- so dröhnt es von allen Seiten auf uns ein. Und das ist nicht gelogen.
Wenn wir uns gegen die Pläne der Unternehmerverbände und der Regierung nicht wehren, erwartet uns eine Art beitragsfinanzierte Sozialhilfe im Alter!
Kürzungen ohne Ende
Seit einigen Jahren erleben wir beispiellose Rentenkürzungen, erst unter Schröder und jetzt von der Großen Koalition:
Rente unter Armutsniveau
Manche Voraussagen gehen von 48% aus, manche von 40% statt des bisherigen Rentenniveaus von 70% vom Nettolohn. Und was dem Fass den Boden ausschlägt: Die Regierung hat beschlossen, das Rentenalter stufenweise auf 67 Jahre heraufzusetzen! Für die meisten Menschen bedeutet das enorme Abschläge, da sie den Stress so lange gar nicht durchhalten oder längst vom Chef auf die Straße gesetzt wurden.
Es ist der Druck der Unternehmerverbände auf die Regierungen, die diese Absenkungen erzwungen haben. Das Kapital will die sog. "Lohnnebenkosten" senken, die Versicherungskonzerne wollen Profit machen mit der privaten Zusatzrente. Und die sog. "Sachverständigen" in den Medien sind vom Kapital bezahlt, arbeiten für Versicherungskonzerne.
Menschenwürdige Renten auch in Zukunft finanzierbar!
Auch bei steigender Lebenserwartung und sinkender Geburtenrate! Der demografische Wandel in den letzten 100 Jahren war wesentlich größer als heute. Die Lebenserwartung stieg um 30 Jahre und der Lebensstandard wurde trotzdem höher.
Denn entscheidend für eine positive Erwartung bezüglich der Versorgung der Rentner ist die Steigerung der Arbeitsproduktivität. Im Jahr 1900 hätte es sich kein Bauer träumen lassen, dass ein heutiger Landwirt statt 8 Menschen wie er, nun 88 Menschen ernähren kann. Das Pro-Kopf-Verhältnis stieg allein zwischen 1950 und 2002 um mehr als 500%. Ähnliche Entwicklungen gibt es in allen Bereichen der Wirtschaft. Nach der niedrigsten Schätzung der Produktivitätssteigerung, wie sie die Regierungs-Kommission unter Roman Herzog vornahm, wird sie jährlich 1,25 Prozent betragen (andere Schätzungen gehen von 1,4 bis 1,8 Prozent aus). Bis 2050 wäre das von 2001 an ein Plus von 84%. Damit wäre es möglich, bei bleibendem Lebensstandard sowohl Rentner wie die heranwachsende Generation ohne Einschränkungen zu finanzieren - wenn sich nicht die Konzerne, Banken und Superreichen alles unter den Nagel reißen.
Also Schluss mit den Rentenkürzungen, weg mit Riester-, Nachhaltigkeits- und Nachholfaktor und der Erhöhung des Rentenalters! Rente mit 60!
Es gibt Alternativen:
Zurück zur paritätisch finanzierten Rente. Die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme muss auf eine breitere Grundlage gestellt werden: Die "Maschinensteuer" bringt Rationalisierungsgewinne in die Kassen der Sozialversicherung; große Vermögenseinkommen werden zur Finanzierung herangezogen.
Versicherungspflicht für alle! Beamte, Freiberufler und Selbstständige werden schrittweise einbezogen. Anhebung und schließlich Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze. Keine Kürzung des staatlichen Zuschusses zum Ausgleich versicherungsfremder Leistungen. Wenn dann die Rente für die Spitzenverdiener auf eine maximale Höhe begrenzt wird, kann auch eine über der Armutsgrenze liegende Mindestrente (Grundsicherung) gewährleistet werden.
Dafür lohnt es sich zu kämpfen!
Alt und Jung gemeinsam!
Viele haben gedacht: Dicker kann es nicht kommen. Nach der rotgrünen Agenda.
Doch es kommt noch dicker: Mit der großen Koalition.
Jedenfalls wenn wir uns nicht wehren.
Das plant die Regierung
Gesundheitsreform:
Mit dem Gesundheitsfonds drohen den Versicherten weniger Leistungen, höhere Beiträge und Kopfpauschalen. Die Privatversicherungen sollen fein raus bleiben. Die Profite der Pharmakonzerne bleiben unangetastet. Immer mehr Zwei-Klassen-Medizin. Wer arm ist, der muss früher sterben.
Rente mit 67:
Absurd bei millionenfacher Arbeitslosigkeit. Außerdem: Ein Großteil der Beschäftigten hält schon heute nicht bis zur Altersgrenze durch. Darum geht es in Wirklichkeit: Renten werden weiter gekürzt.
Steuerpolitik:
Die Mehrwertsteuer wird auf 19 Prozent erhöht. Insgesamt werden 30 Milliarden Euro bei der Bevölkerung abkassiert. Den Konzernen fünf Milliarden geschenkt. Außerdem: Mehr Steuern zur Finanzierung der weltweiten Einsätze der Bundeswehr. Weitere Steuererleichterungen für die Unternehmen sind in Vorbereitung.
Arbeitslosengeld II:
Immer mehr Druck auf Arbeitslose. Arbeitsplätze aber nicht in Sicht. Jugendliche unter 25 Jahren erhalten nur noch 276 Euro. Davon kann man nicht leben. Jetzt drohen weitere Kürzungen.
Kündigungsschutz:
In den ersten 24 Monaten eines neuen Jobs heißt es: Arbeit ohne Kündigungsschutz. Jeden Tag kann man entlassen werden. Das ist Willkür!
Ausbildungsplätze:
Es fehlen zehntausende von Ausbildungsplätzen. Nicht einmal ein Viertel der Betriebe bildet aus. Der Ausbildungspakt von Unternehmern und Bundesregierung hilft nicht weiter.
Es reicht!
Paul, 70, ein Leben lang als Schlosser gearbeitet. 831,- Euro gesetzliche Rente. Er hat zweifaches Glück. Er hat eine kleine Betriebsrente, sonst wäre überhaupt kein Auskommen mit dieser Durchschnittsrente für einen Arbeiter. Und er hat die statistische Lebenserwartung für einen Arbeiter schon um eineinhalb Jahre überlebt. Denn rein statistisch wäre er als Arbeiter bereits mit 68,5 Jahren verstorben, hätte insgesamt knapp 35.000 Euro Rente bezogen, allerdings während seines Berufslebens ungefähr 100.000 Euro eingezahlt.
Emma, 67, zwei Kinder aufgezogen, Teilzeit gearbeitet, Durchschnittsrentnerin mit 495 Euro im Monat. Wie soll sie da über die Runden kommen?
Karl, 69, 45 Jahre mit einem durchschnittlichen Einkommen gearbeitet. Ein so genannter Standardrentner. 1.175 Euro Rente brutto im Monat. Große Sprünge sind damit nicht zu machen.
Andreas, 30, in einer Softwarefirma beschäftigt, aber nur befristet. Vorher ein Jahr arbeitslos, dann bei einer Leiharbeitsfirma. Seine Aussicht auf die Rente? Unklar. 26 Jahre muss er in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, dann bekommt er eine Rente auf Sozialhilfeniveau. Er soll sich privat versichern. Aber wie bezahlen, bei dieser unsicheren Beschäftigung?
Nein zur Rente mit 67!
Runter mit dem Rentenalter!
Die Rente muss vor Armut schützen!
"Die Renten sind sicher" hörten wir jahrzehntelang - das ist vorbei. Jetzt wird ein düsteres Bild an die Wand gemalt, es heißt: die Rente ist nicht mehr bezahlbar!
Wenn Ihr nicht vorsorgt und spart und eine private Zusatzrente abschließt, dann erwartet Euch im Alter ein Leben in Armut- so dröhnt es von allen Seiten auf uns ein. Und das ist nicht gelogen.
Wenn wir uns gegen die Pläne der Unternehmerverbände und der Regierung nicht wehren, erwartet uns eine Art beitragsfinanzierte Sozialhilfe im Alter!
Kürzungen ohne Ende
Seit einigen Jahren erleben wir beispiellose Rentenkürzungen, erst unter Schröder und jetzt von der Großen Koalition:
- Zusatzbeitrag der Rentner zur Krankenversicherung von 0,9% für Zahnersatz und Krankengeld;
- Belastung der Betriebsrenten mit dem vollen Beitragssatz zur Krankenversicherung;
- Belastung der Renten mit dem vollen Beitragssatz zur Pflegeversicherung;
- Abschaffung der Berufsunfähigkeitsrente;
- Erschwerung des Zugangs zur Erwerbsminderungsrente;
- Wegfall der Anrechnungszeiten für Schul- und Hochschulausbildung;
- und schließlich Nullrunden aktuell und in den nächsten Jahren aufgrund eines geheimnisvollen "Nachhaltigkeitsfaktors".
Rente unter Armutsniveau
Manche Voraussagen gehen von 48% aus, manche von 40% statt des bisherigen Rentenniveaus von 70% vom Nettolohn. Und was dem Fass den Boden ausschlägt: Die Regierung hat beschlossen, das Rentenalter stufenweise auf 67 Jahre heraufzusetzen! Für die meisten Menschen bedeutet das enorme Abschläge, da sie den Stress so lange gar nicht durchhalten oder längst vom Chef auf die Straße gesetzt wurden.
Es ist der Druck der Unternehmerverbände auf die Regierungen, die diese Absenkungen erzwungen haben. Das Kapital will die sog. "Lohnnebenkosten" senken, die Versicherungskonzerne wollen Profit machen mit der privaten Zusatzrente. Und die sog. "Sachverständigen" in den Medien sind vom Kapital bezahlt, arbeiten für Versicherungskonzerne.
Menschenwürdige Renten auch in Zukunft finanzierbar!
Auch bei steigender Lebenserwartung und sinkender Geburtenrate! Der demografische Wandel in den letzten 100 Jahren war wesentlich größer als heute. Die Lebenserwartung stieg um 30 Jahre und der Lebensstandard wurde trotzdem höher.
Denn entscheidend für eine positive Erwartung bezüglich der Versorgung der Rentner ist die Steigerung der Arbeitsproduktivität. Im Jahr 1900 hätte es sich kein Bauer träumen lassen, dass ein heutiger Landwirt statt 8 Menschen wie er, nun 88 Menschen ernähren kann. Das Pro-Kopf-Verhältnis stieg allein zwischen 1950 und 2002 um mehr als 500%. Ähnliche Entwicklungen gibt es in allen Bereichen der Wirtschaft. Nach der niedrigsten Schätzung der Produktivitätssteigerung, wie sie die Regierungs-Kommission unter Roman Herzog vornahm, wird sie jährlich 1,25 Prozent betragen (andere Schätzungen gehen von 1,4 bis 1,8 Prozent aus). Bis 2050 wäre das von 2001 an ein Plus von 84%. Damit wäre es möglich, bei bleibendem Lebensstandard sowohl Rentner wie die heranwachsende Generation ohne Einschränkungen zu finanzieren - wenn sich nicht die Konzerne, Banken und Superreichen alles unter den Nagel reißen.
Also Schluss mit den Rentenkürzungen, weg mit Riester-, Nachhaltigkeits- und Nachholfaktor und der Erhöhung des Rentenalters! Rente mit 60!
Es gibt Alternativen:
Zurück zur paritätisch finanzierten Rente. Die Finanzierung der sozialen Sicherungssysteme muss auf eine breitere Grundlage gestellt werden: Die "Maschinensteuer" bringt Rationalisierungsgewinne in die Kassen der Sozialversicherung; große Vermögenseinkommen werden zur Finanzierung herangezogen.
Versicherungspflicht für alle! Beamte, Freiberufler und Selbstständige werden schrittweise einbezogen. Anhebung und schließlich Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze. Keine Kürzung des staatlichen Zuschusses zum Ausgleich versicherungsfremder Leistungen. Wenn dann die Rente für die Spitzenverdiener auf eine maximale Höhe begrenzt wird, kann auch eine über der Armutsgrenze liegende Mindestrente (Grundsicherung) gewährleistet werden.
Dafür lohnt es sich zu kämpfen!
Alt und Jung gemeinsam!
Viele haben gedacht: Dicker kann es nicht kommen. Nach der rotgrünen Agenda.
Doch es kommt noch dicker: Mit der großen Koalition.
Jedenfalls wenn wir uns nicht wehren.
Das plant die Regierung
Gesundheitsreform:
Mit dem Gesundheitsfonds drohen den Versicherten weniger Leistungen, höhere Beiträge und Kopfpauschalen. Die Privatversicherungen sollen fein raus bleiben. Die Profite der Pharmakonzerne bleiben unangetastet. Immer mehr Zwei-Klassen-Medizin. Wer arm ist, der muss früher sterben.
Rente mit 67:
Absurd bei millionenfacher Arbeitslosigkeit. Außerdem: Ein Großteil der Beschäftigten hält schon heute nicht bis zur Altersgrenze durch. Darum geht es in Wirklichkeit: Renten werden weiter gekürzt.
Steuerpolitik:
Die Mehrwertsteuer wird auf 19 Prozent erhöht. Insgesamt werden 30 Milliarden Euro bei der Bevölkerung abkassiert. Den Konzernen fünf Milliarden geschenkt. Außerdem: Mehr Steuern zur Finanzierung der weltweiten Einsätze der Bundeswehr. Weitere Steuererleichterungen für die Unternehmen sind in Vorbereitung.
Arbeitslosengeld II:
Immer mehr Druck auf Arbeitslose. Arbeitsplätze aber nicht in Sicht. Jugendliche unter 25 Jahren erhalten nur noch 276 Euro. Davon kann man nicht leben. Jetzt drohen weitere Kürzungen.
Kündigungsschutz:
In den ersten 24 Monaten eines neuen Jobs heißt es: Arbeit ohne Kündigungsschutz. Jeden Tag kann man entlassen werden. Das ist Willkür!
Ausbildungsplätze:
Es fehlen zehntausende von Ausbildungsplätzen. Nicht einmal ein Viertel der Betriebe bildet aus. Der Ausbildungspakt von Unternehmern und Bundesregierung hilft nicht weiter.
Es reicht!
dkpesslingen - 18. Dez, 01:25
